Newsmeldung

18.01.2016
ralf kowalski
autor: 
kin.dewettkampf - Junior Jam 2016
jj2016

Vor einigen Tagen fiel der Startschuss in Lübeck zum größten Jugend-Wettkampf in Norddeutschland. Die Idee stammt von Thomas Wehmeyer. Ein paar Fragen dazu sollen das Event ein bissl erhellen:

Magst Dich kurz Vorstellen?
Ich bin 48 Jahre alt und verheiratet. Mit dem Klettern habe ich vor 30 Jahren angefangen. Mit eigenen Höchstleistungen war bei mir im Klettersport nie zu rechnen - zu groß und zu schwer. Deshalb ich mich schon früh dafür entschieden hatte, als Trainer anderen meine Leidenschaft für das Klettern nahe zu bringen. In diesem Zusammenhang sind im Laufe der Jahre immer mehr mehr Tätigkeiten zusammengekommen und so engagiere ich mich heute als Trainer in der Jugendgruppe des AlpinClub Hannover und des Kletterstützpunktes Hannover. Mitglied im Wettkampfreferat des DAV-Landesverbands Nord und 1.Vorsitzender des AlpinClub Hannover.

Wie bist Du auf die Idee der Junior Jam gekommen?
Mein Focus als Trainer lag von Anfang an in der Kinder- und Jugendarbeit und der AlpinClub und das Escaladrome veranstalten mit dem Zwergenaufstand schon seit Jahren einen Boulderwettkampf für Kinder. Gleichzeitig bin ich großer Fan der Hardmoves Boulder-League. Was lag also näher als diese beiden Aspekte miteinander zu verbinden. Daraus ist dann der Junior Jam entstanden.

Wie wird das Event finanziert?
Grundsätzlich versuchen wir das Budget möglichst gering zu halten und viel ehrenamtlich zu leisten. Ansonsten ist es unser Ziel, dass die Kosten durch die Startgelder gedeckt werden. Sollte dies nicht ausreichen, wird der DAV-Landesverband den Fehlbetrag übernehmen. Im ersten Jahr gibt es da natürlich viele unbekannte Faktoren, aber ich denke im Laufe der Jahre wird sich das regeln, denn der Junior Jam ist ganz klar als langfristiges Projekt angelegt und soll jährlich stattfinden.

Welche Rolle spielt der DAV, insbesondere der Nd. Landesverband?
Wir sehen uns im Landesverband als Ideengeber und Koordinationsstelle. Wir kümmern uns um die hallenübergreifenden Bereiche, wie Ergebnisdienst, Kommunikation, Qualitätssicherung und den Routenbau im Finale. Von den DAV-Sektionen erhoffen wir uns natürlich den Zuspruch und die Teilnahme der vielen Kindergruppen im Alpenverein.

Was sind die vorrangigen Ziele?
Wir wollen den Spaß am Wettkampfklettern in die Fläche tragen. Bislang gibt es bei uns im Norden einzelne Schwerpunktregionen und ansonsten viel brach liegendes Potential. Das wollen wir ändern. Gleichzeitig bietet und uns das Finale in Hamburg einen guten Überblick über den starken Norddeutschen Kletternachwuchs. Außerdem wollen wir den Team-Gedanken beim Klettern fördern. Vielleicht entsteht aus der einen oder anderen Mannschaft ja auch eine regionale Leistungsgruppe, die zusammen klettert und trainiert.

Wie ist das Feedback der Hallen?
Vom Feedback der Hallen bin ich wirklich beindruckt. Nachdem das Konzept des Junior Jam stand, hatten wir beim Landesverband beschlossen, dass der Wettkampf durchgeführt wird, wenn sich mindestens 5 Hallen beteiligen. Jetzt sind es sogar 11 Hallen und es würde mich nicht wundern, wenn sich diese Zahl in den nächsten Jahren noch erhöht. Darüber hinaus haben sich die Hallen auch aktiv in die Planung eingebracht und dem Landesverband so manche Tätigkeit abgenommen. Dafür hier meinen aufrichtigen Dank.

Wie sehen die weiteren Fördermöglichkeiten aus?
Wenn sich der Junior Jam so etabliert, wie ich es erwarte, sollte es in den nächsten Jahren möglich sein Sponsoren zu gewinnen. Für die teilnehmenden Kids erhoffe ich mir über den Wettkampf hinaus eine engagierte klettersportliche Förderung in den Hallen und Sektionen Norddeutschlands.

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