Hakenkommission

  1. Allgemeines
    1. Einleitung
    2. Mitglieder + Kontakt
  2. Neutouren- und Sanierungsappell
  3. Anfrage-Formular


1.i Einleitung

Vor Jahren wurde ein Neutouren- und Sanierungsappell für die niedersächsischen Klettergebiete verfasst, um eine Orientierungshilfe für das Einrichten neuer und das Sanieren bestehender Routen zu geben. Dieser Appell wurde von einer breiten Kletterschaft unterstützt. Als Antwort auf die in letzter Zeit stark zunehmende behördliche Regulierung der niedersächsischen Klettergebiete, des geringer werdenden Potentials an nichterschlossenen Felsbereichen, des Sanierungsbedarfs vieler bestehender Routen und der zunehmenden Forderung nach besser abgesicherten Routen wurde es notwendig eine Hakenkommission zu bilden, wo dieses Spannungsfeld diskutiert, entschieden und letztlich auch umgesetzt wird.

Ziel der Hakenkommission ist die praktische Umsetzung des aktualisierten Neutouren- und Sanierungsappell für die niedersächsischen Klettergebiete auf eine breite Basis zu stellen und somit Akzeptanz auf allen Seiten zu schaffen. Vertreten sind hierbei Vertreter verschiedener Stilrichtungen innerhalb der Kletterschaft (z.B. Sportkletterer, Plaisierbefürworter, Abenteuerkletterer usw.), so dass sich jeder Kletterer hoffentlich darin vertreten fühlt. Entscheidungen werden grundsätzlich einvernehmlich getroffen. Die Hakenkommission steht jedem offen und an einer Mitarbeit Interessierte können sich gerne einbringen. Wir hoffen so Alleingänge zu verhindern, werden aber im Falle eines Zuwiederlaufens gegen den Neutouren- und Sanierungsappell für die niedersächsischen Klettergebiete diese auch rückgängig machen.

In Zukunft sollen Wünsche an die Hakenkommission in unten stehendes Formular eingetragen werden. Anschließend werden diese innerhalb der Hakenkommission diskutiert und ggfs. umgesetzt.

1.ii Mitglieder + Kontakt

Vorsitzender
Hans Weninger
 
hjjwen(at)googlemail.com
Mitglieder
Sven Fringsfrings.sven(at)gmail.com
Karsten Grafkarstengraf(at)gmx.de
Arne Gragearne.grage(at)kletternimnorden.de
Axel Hakeaxelhake(at)gmx.de
Oliver Hartmannolliclimbs(at)gmx.de
Ralf Kowalskiralf(at)kletternimnorden.de
Thomas Wehmeyertk.wehmeyer(at)gmx.de

2. Neutouren- und Sanierungsappell für die niedersächsischen Klettergebiete

1. Klettersportliche Tradition und Vielfalt der Stile

Die gewachsene klettersportliche Tradition in den niedersächsischen Klettergebieten soll, ebenso wie die darin enthaltene Vielfalt der Stile, erhalten bleiben. In erster Linie bedeutet dies, dass der Charakter bestehender Routen grundsätzlich nicht verändert werden soll.

Weder der Charakter noch die Schwierigkeit einer Kletterroute soll durch eine Sanierung oder die Einrichtung von Neutouren beeinträchtigt oder gar verändert werden. Allerdings sollen fragwürdige fixe Sicherungen (Normalhaken, marode Bohrhaken, fixe Sanduhren etc.) durch Bohrhaken ersetzt werden dürfen. Dieses verändert zwar auch den Charakter, ist aber dem Sicherheitsaspekt geschuldet, dass fixe Sicherungen auch als solche verlässlich sein sollen.

Nach wie vor muss jeder Kletterer eigenverantwortlich für sich entscheiden, ob er den Gesamtanforderungen einer Route gewachsen ist und diese sicher begehen kann oder nicht.

2. Erstbegehungen/Neutouren

Angesichts der zunehmenden Routendichte ist jeder Erstbegeher vor der Einrichtung einer Neutour gehalten, sein Projekt einer kritischen überprüfung zu unterziehen, ob seine Neutour bzw. die darin zu setzenden Haken geeignet sind benachbarte Routen zu beeinträchtigen. Bestehen entsprechende Bedenken, so soll der Erstbegeher das Projekt mit der bereits gebildeten Hakenkommission der norddeutschen Kletterer diskutieren und gegebenenfalls von seinem Erstbegehungsprojekt absehen.

Jeder Erschließer ist gehalten Umlenkhaken anzubringen, insbesondere dann, wenn damit ein Aussteigen in Bereiche mit sensibler Vegetation vermieden wird. Das Ausputzen zusammenhängender Vegetationszonen zur Einrichtung von Neutouren soll, ebenso wie das Bohren, Schlagen und Anbringen künstlicher Griffe und Tritte, grundsätzlich unterbleiben und in einem solchen Fall soll von der Erstbegehung abgesehen werden.

Vor der Erschließung einer Neutour soll der Erstbegeher sich über die für den jeweiligen Felsen eventuell bestehenden Kletterregelungen informieren und somit vermeiden, dass er seine Neutour in einem naturschutzfachlich kritischen oder sensiblen Felsbereich anlegt. Hierfür stehen ihm insbesondere Vertreter der Kletterverbände zur Verfügung, welche gegebenenfalls auch den Kontakt zu den zuständigen Behörden vermitteln können.

3. Sanierung von Kletterrouten

Grundsätzlich soll der Charakter einer Kletterroute nicht verändert werden. Entscheidungen über das Umsetzen evtl. verbohrter Haken, das Entfernen vorhandener Haken sowie das Anbringen zusätzlicher Haken sollte durch die bereits gebildete Hakenkommission der norddeutschen Kletterer einvernehmlich erfolgen. Dies betrifft auch die Routen, deren Charakter sich im Laufe der Zeit (z.B. durch Griffausbruch) entscheidend verändert hat. Bei dieser Entscheidung sollen die natürlichen Gegebenheiten, die klettersportliche Bedeutung und der Gesamtcharakter der Route berücksichtigt werden. Diese Hakenkommission prüft auch, ob bestimmte Routen umsichtig nachsaniert werden sollen, um Anfängern breitere Möglichkeiten zum sicheren übergang von der Halle an den Naturfels zu geben oder weil Sicherheitsbedenken dafür sprechen.

Kletterrouten, deren Charakter ohne Einverständnis der Hakenkommission verändert wurden, in denen also Haken umgesetzt, entfernt oder zusätzlich gesetzt wurden, werden nach Beschluss durch die Hakenkommission möglichst wieder in ihren ursprünglichen Charakter zurückgeführt.

Bei der Sanierung von Kletterrouten sind die vorgenannten Punkte grundsätzlich zu berücksichtigen. Zur Sanierung soll nur Material verwendet werden, das den gängigen Normen entspricht. Das Setzen der Haken soll fachgerecht ausgeführt werden.

pdf sanierungsappell.pdf

3. Anfrage-Formular

Neutour(en)   Sanierung   Ergänzungs-Sanierung   Rückbau
Dein Name:
Deine eMail:
Gebiet
Fels:
Route(n):
Ergänzende Anmerkungen: